Energiewissen

Funktionsweise Energiemarkt
kurz & knapp

Der Strommarkt ist ein dynamisches System, das sich durch technologische Innovationen, wirtschaftliche Entwicklungen und politische Entscheidungen stetig verändert.

Wer die Mechanismen des Strommarktes versteht, kann fundiertere und strategisch bessere Entscheidungen für die eigene Energieversorgung treffen.

Handel:
Strom wird über die Börse (z.B. EPEX Spot) oder direkt zwischen Marktpartnern (OTC) gehandelt.

Teilmärkte:

  • Terminmarkt: langfristige Preisabsicherung (bis zu 6 Jahre im Voraus)
  • Spotmarkt: kurzfristiger Handel (Day-Ahead & Intraday)

Merit-Order:
Das teuerste noch benötigte Kraftwerk bestimmt den Marktpreis.

Preisbildung:
Hohe Nachfrage oder geringes Angebot = steigende Preise.
Erneuerbare wirken oft preisdämpfend.

Netz & Kosten:
Netzentgelte, Steuern und Abgaben beeinflussen den Endpreis erheblich.

Marktkopplung:
Die europäischen Großhandelspreise sind eng miteinander vernetzt.

Aufbau Ihrer Stromrechnung

Einzelne Bestandteile der Stromrechnung

1. Beschaffung & Vertrieb (ca. 41 %)
Kosten für Stromeinkauf an der Börse sowie Vertrieb und Kundenservice

2. Netzentgelte (ca. 25 %)
staatlich regulierte Gebühren für Nutzung und Betrieb der Stromnetze inkl. Messstellenbetrieb (Zähler); Kosten regional unterschiedlich – daher ist Lieferstandort  beim Preisvergleich relevant

3. Steuern, Abgaben & Umlagen (ca. 34 %) - gesetzlich festgelegt, u. a.:

  • Stromsteuer
  • Mehrwertsteuer
  • Konzessionsabgabe (an Kommunen für Leitungsnutzung, geregelt in § 2 KAV)

Fazit:
Wettbewerb findet im Wesentlichen nur im Bereich der Beschaffung & Vertrieb statt – d. h.  ca. 59 % des Strompreises sind nicht 'verhandelbar' sondern festgelegt!

Sie haben FRAGEN dazu? Dann kontaktieren Sie mich! 

Verschiedende Teilmärkte
und Tarifmodelle

Das Wichtigste: um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Ihnen die jeweiligen Vor- und Nachteile der Tarife bewusst sein! Leider werden durch die Versorger oder Berater aber oft mehr die Vor- als die Nachteile und Risiken kommuniziert - das kann gerade bei  variablen, z. B. Spotmarkttarifen, u. U. betriebswirtschaftlich riskant, weil existenziell sein!

Ich selbst erarbeite mit Ihnen innerhalb der Bedarfsanalyse Ihr persönliches Risikoprofil, um dass Sie sich selbst bewusst für den für Ihr Unternehmen passenden Tarif entscheiden können.

Die wesentlichen drei Energietarifmodelle:

SPOTMARKT- Tarife  

Handel mit kurzfristig lieferbarem Strom für den nächsten Tag (Day-Ahead) oder innerhalb desselben Tages (Intraday).
Dient dem kurzfristigen Ausgleich von Angebot und Nachfrage.

Risiko:  bei steigenden Börsenkursen Anstieg des Strompreises! 

Vorteil: bei sinkenden Börsenkursen fallende Strompreise

TERMINMARKT -Tarife

Handel mit langfristigen Lieferverträgen (Futures) – Abschluss bis zu sechs Jahre im Voraus - strategische Preisabsicherung

Risiko bzw. Nachteil: nicht an fallenden Börsenkursen partizipierend 

Vorteil:  feste Kalkulationsgröße ohne böse Überraschungen

VARIABLE FLEXTARIFE 

Preis pro kwh abhängig vom Tarifmodell - d. h. ob lastvariabel oder zeitvariabel mit oder ohne feste Zeiten 

 

Wertvolle Tipps & Tricks

Kostenoptimierung durch richtige Bilanzierung 

Abhängig vom Jahresverbrauch und der maximalen Lastspitzen lässt sich über eine andere Bilanzierung (von SLP auf RLM) durchaus Geld sparen - gern berate ich Sie dahingehend!

Thema Sponsoring

Für Ihre gemeinnützige Einrichtung ist Sponsoring wichtig? Sprechen wir darüber !  

 

Hilfreiche Websiten für unterschiedliche Themen:  

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